Wir sind Franken(winheim).
– Das fränkische Weindorf zwischen Mainschleife und Steigerwald –
Nervöse Feuerwehrleute und zufriedene Prüfer in Frankenwinheim
Die Anspannung war ihnen anzusehen. Besonders Hannes Bauer und Jens Göbel dürften am späten Samstagnachmittag etwas mehr Herzklopfen gehabt haben als ihre Kameraden. Für die beiden war es die erste Leistungsprüfung bei der Freiwilligen Feuerwehr Frankenwinheim. Und vor den Augen der Schiedsrichter und zahlreicher Zuschauer sollte natürlich möglichst nichts schiefgehen.
Jeder Handgriff musste sitzen
Neun Feuerwehrleute stellten sich der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“. Dabei musste unter Zeitvorgabe ein kompletter Löschangriff aufgebaut werden. Schläuche ausrollen, Wasserversorgung herstellen, Strahlrohre vornehmen und das alles möglichst schnell und fehlerfrei. Auch die Zusammenarbeit zwischen Gruppenführer, Maschinist und den einzelnen Trupps wurde genau beobachtet.
Neun Übungsabende hatten die Aktiven zuvor mit ihren Ausbildern Kevin Gambel, Marcel Plettner und Björn Vollmuth verbracht. Schließlich standen neben dem Löschaufbau je nach Leistungsstufe auch Fragen zu Feuerwehrgeräten sowie Knoten und Stiche auf dem Prüfungsprogramm.
Erleichterung nach bestandener Prüfung
Die Schiedsrichter Martin Zink und Sebastian Heim, beide Kreisbrandmeister, sowie Andreas Kempf schauten genau hin. Mit ihrer freundlichen, aber bestimmten Art gelang es ihnen jedoch, den Prüflingen einen Teil der Nervosität zu nehmen.
Am Ende konnten alle neun Feuerwehrleute aufatmen: Prüfung bestanden! Die Schiedsrichter lobten die saubere und konzentrierte Arbeit der Gruppe. Von den zahlreichen Zuschauern gab es dafür kräftigen Applaus.
„Alle waren sehr aufgeregt, besonders die zwei Feuerwehrleute, die zum ersten Mal dabei waren“, berichtete Kommandant Kevin Gambel. Er freute sich über das gute Abschneiden seiner Mannschaft. Die regelmäßige Übung der Grundlagen sei wichtig, damit im Ernstfall jeder seine Aufgabe kenne und sich auf seine Kameraden verlassen könne.
Auch Bürgermeisterin Juliane Böhm gratulierte den Feuerwehrleuten. Sie dankte ihnen für die vielen Stunden, die sie ehrenamtlich für die Sicherheit der Bevölkerung aufbringen. „Ihr seid bestens vorbereitet. Wir können uns auf euch im Ernstfall verlassen!“, sagte sie. Anschließend ließen die Feuerwehrleute den ereignisreichen Tag in geselliger Runde ausklingen.
Die Leistungsabzeichen im Einzelnen:
Stufe 6 = Gold-Rot: Marcel Plettner
Stufe 4 = Gold-Blau: Manuel Zimmermann
Stufe 3 = Gold: Alexander Rudolph
Stufe 2 = Silber: Jan Barthelme, Marius Niedermeyer und Leonie Sendner
Stufe 1 = Bronze: Hannes Bauer und Jens Göbel
Fotos: EW
Viel Engagement, angespannte Finanzen und Dank für jahrzehntelangen Einsatz
Ohne Ehrenamtliche würde in der Kirchengemeinde Frankenwinheim vieles stillstehen. 89 Frauen, Männer und Jugendliche engagieren sich für das kirchliche Leben. Wie vielfältig ihr Einsatz ist, zeigte die Pfarrversammlung am Mittwoch, 21. Oktober 2026, im Begegnungszentrum. 34 Interessierte waren der Einladung gefolgt.
Nach der Begrüßung durch Pfarrer Andreas Engert berichtete Bettina Roth-Reisinger über die Arbeit des im März neu gewählten Gemeindeteams. Insgesamt 56 Ehrenamtliche übernehmen Aufgaben in der Kirchenverwaltung, bei Gottesdiensten, im Seniorenkreis, in der Kinderkirche und in weiteren Bereichen. Besonders stolz zeigte sich Roth-Reisinger auf die 33 Ministrantinnen und Ministranten, die in vier Gruppen organisiert sind.
Der Jahresrückblick erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen: Oster- und Rorate-Frühstück, Sternsingeraktion, Fronleichnamsprozession und besondere Gottesdienste. Auch das Friedhofskaffee an Allerheiligen und eine Ausstellung über Tod und Sterben gehörten zum Programm.
Dank für jahrzehntelangen Einsatz
Besondere Anerkennung erhielt Anni Barthelme, die seit 40 Jahren für den immer wunderschönen Blumenschmuck in der Kirche sorgt. Bernhilde Ebert wurde auch für die langjährige Betreuung des kirchlichen Schaukastens gedankt. Beide erhielten ein kleines Geschenk.
Angespannte Finanzen und personelle Sorgen
Über die Finanzen informierten Uwe Weber und Margarete Kirchner-Fröhlich von der Kirchenverwaltung. Die finanzielle Lage sei angespannt, besonders beim Begegnungszentrum. Dank gemeindlicher Zuschüsse habe man die Schwierigkeiten bislang bewältigen können.
Pfarrer Engert und Pastoralreferent Josef Pohli erläuterten die Entwicklungen im Pastoralen Raum. Eine Kirchenrenovierung in Frankenwinheim steht in naher Zukunft an. Auch die personelle Situation wird sich voraussichtlich kaum verbessern. „Wir versuchen, mit der Situation klarzukommen“, erklärte Pohli und verwies auch auf den neuen Pfarrbrief.
Erstkommunion und Firmung prägen das Jahr 2027
Auch 2027 bleibt der Terminkalender gut gefüllt. Höhepunkte sind u. a. die Erstkommunion am 9. Mai mit zehn Kindern aus Frankenwinheim und Brünnstadt, die Firmung, die Vierzehnheiligenwallfahrt und natürlich die traditionellen Kirchenfeste.
Silke Sendner an der Querflöte und Martin Reisinger an der Gitarre gestalteten den musikalischen Rahmen. Mit dem Lied „Sei behütet auf deinen Wegen“ endete die Versammlung.
Bericht/Fotos: EW
Inge Stöcklein für langjähriges ehrenamtliches Engagement geehrt
Beim Ehrenabend des Landkreises Schweinfurt am 20. Oktober 2026 in der Alten Kirche in Schonungen wurde Inge Stöcklein aus Frankenwinheim für ihr langjähriges und vielfältiges ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.
Im feierlichen Rahmen würdigte Landrat Florian Töpper verdiente Bürgerinnen und Bürger aus den Gemeinden des Landkreises Schweinfurt. Auch die jeweiligen Bürgermeister waren anwesend, um die Geehrten zu begleiten und ihnen ihre Anerkennung auszusprechen.
Inge Stöcklein hat sich über viele Jahre hinweg mit großem Einsatz für die Gemeinde Frankenwinheim engagiert. Ob bei der Pflege der gemeindlichen Grünflächen, der Mitgestaltung des Seniorenkreises, dem Nähen von Kostümen für Sternsinger und Theateraufführungen, dem Training der Korbballjugend oder dem Legen der Blumenteppiche zu Fronleichnam – dies sind nur einige Beispiele für ihr vielseitiges und wertvolles ehrenamtliches Engagement. Landrat Florian Töpper hob in seiner Laudatio insbesondere ihre Hilfsbereitschaft, ihr offenes Ohr für ihre Mitmenschen sowie ihren unermüdlichen Einsatz für hilfsbedürftige Menschen hervor.
Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten die Galderschummer Schlapperflicker. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen, zubereitet vom Genießerwerk aus Zeilitzheim, fand die überaus gelungene Veranstaltung einen gemütlichen Ausklang.
Die Gemeinde Frankenwinheim gratuliert Inge Stöcklein ganz herzlich zu dieser verdienten Ehrung und bedankt sich für ihren Einsatz zum Wohle unserer Dorfgemeinschaft!
Fotos/Text: JB
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