Wir sind Franken(winheim).
– Das fränkische Weindorf zwischen Mainschleife und Steigerwald –
Nach drei Jahren übergibt Major Vanessa M. die Führung der Stabskompanie des Logistikregiments 4 an Hauptmann Ricarda T. Beim Übergabeappell in Frankenwinheim zeigt sich, wie eng die Verbindung zwischen Kompanie und Patengemeinde geworden ist.
Mit einem feierlichen Übergabeappell auf dem Kirchplatz hat die Stabskompanie des Logistikregiments 4 aus Volkach am Donnerstag, 24. September, einen Führungswechsel vollzogen. Major Vanessa M. übergab das Kommando an Hauptmann Ricarda T. Zahlreiche Gäste und Familienangehörige verfolgten die Zeremonie.
„Eine Insel der Seligkeit“
Vanessa M. dankte ihrer Kompanie für Loyalität, Einsatzbereitschaft und die gemeinsam geleistete Arbeit in den vergangenen drei Jahren. Sie erinnerte an Projekte und Aufträge sowie an die enge Verbindung zur Patengemeinde. „Kommt immer von euren Aufträgen gesund nach Hause“, gab sie den Soldatinnen und Soldaten mit auf den Weg. Ihren Abschied beschrieb sie so: „Ich verlasse eine Insel der Glückseligkeit und werde jetzt anderorts gebraucht.“
Regimentskommandeur Oberst Matthias Kampf würdigte ihr außerordentliches Engagement. Zu den Aufgaben eines Kompaniechefs gehörten neben den militärischen Aufträgen auch Persönlichkeitsentwicklung, Charakterformung und Erfahrungsgewinn. „Emotionen gehören dazu, Erinnerungen bleiben“, sagte Kampf.
Der Kompaniewimpel wechselt die Hand
Mit der Übergabe des Kompaniewimpels und den Worten „Hiermit übergebe ich Ihnen das Kommando“ übertrug Kampf Hauptmann Ricarda T. die Verantwortung. Die Rosenberg-Musikanten unter der Leitung von Hans Strasser begleiteten den Appell und spielten anschließend das Bayernlied. Vanessa M. verließ dann den Kirchplatz in einem Militärfahrzeug vom Typ „Eagle“ und grüßte dabei noch einmal ihre Kompanie.
Aus Patenschaft wurde Verbundenheit
Beim anschließenden Empfang im Begegnungszentrum rückte die Patenschaft zwischen Frankenwinheim und der Stabskompanie in den Mittelpunkt. Bürgermeisterin Juliane Böhm erinnerte an Ferienspaß, Fußballturniere, Weihnachtsfeiern, gegenseitige Besuche und den traditionellen Weinfest-Montag.
„Man kennt sich. Man lädt sich gegenseitig ein. Man feiert miteinander“, sagte Böhm. Aus der offiziellen Patenschaft sei über die Jahre eine echte Verbundenheit entstanden. Sie dankte Vanessa M. für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und hieß Ricarda T. als neue Kompaniechefin willkommen.
Grußworte sprachen außerdem Landrat Florian Töpper, Weinprinzessin Marilina Walter und Oberst Matthias Kampf. Auch ihre bisherige Kompanie und auch der „Wenzelkreis“ verabschiedeten Vanessa M. mit launigen Worten.
Bei Häppchen, Getränken und Musik blieb Zeit für persönliche Gespräche. Mit dem von den Rosenberg-Musikanten gespielten „Gruß an Frankenwinheim“ klang der Empfang aus.
Fotos: EW
Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit in Frankenwinheim - Wenn aus ehemaligen Schulkindern 70-Jährige werden, gibt es viel zu erzählen. Der Schülerjahrgang 1955/56/57 nahm den runden Geburtstag zum Anlass, sich nach einigen Jahren wieder einmal in der alten Heimat Frankenwinheim zu treffen.
Zum Auftakt kamen die ehemaligen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden an der Kirche in Frankenwinheim zusammen. Ein gemeinsames Gruppenfoto durfte dabei nicht fehlen. Anschließend gedachte die Gruppe auf den Friedhöfen in Frankenwinheim und Gerolzhofen ihrer bereits verstorbenen Mitschülerinnen und Mitschüler und legte für sie Blumengebinde nieder.
Auch an ihre ehemalige Lehrerin Brigitte Köpl hatten die früheren Schülerinnen und Schüler gedacht. Da sie altersbedingt nicht persönlich am Treffen teilnehmen konnte, erhielt sie einen Blumenstrauß und einen Essensgutschein als Zeichen der Verbundenheit und als Dank für die gemeinsame Schulzeit.
Anschließend ging es zum „Gasthof Adler“ nach Prichsenstadt. Dort wurden in geselliger Runde viele Erinnerungen an die früheren Schultage wieder lebendig. Alte Geschichten und gemeinsame Erlebnisse sorgten für reichlich Gesprächsstoff und so manches Schmunzeln.
Die Organisation des Treffens hatten Christa Böhm, Klaus Förster und Peter Haas übernommen.
Fotos: EW/Text: Christa Böhm
Auch einige Regenschauer konnten die Feierlaune nicht trüben, denn zahlreiche Besucher kamen am Sonntag zum 34. Lindenfest der Freiwilligen Feuerwehr Frankenwinheim und der Rosenberg-Musikanten. Einen besonderen Anlass gab es in diesem Jahr obendrein: Pfarrer Ikejiama segnete das neu erworbene Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 der Wehr während einer kurzen Andacht.
Vereinsvorsitzender Björn Vollmuth begrüßte unter anderem Bürgermeisterin Juliane Böhm, Altbürgermeister Robert Finster, den ehemaligen Bürgermeister Herbert Fröhlich sowie Kreisrat Matthias Ruß. Die Feuerwehrführung war mit Kreisbrandrat Alexander Bönig, Kreisbrandinspektor Daniel Scheller, Kreisbrandmeister Martin Zink und Ehrenkreisbrandrat Georg Vollmuth vertreten. Auch Fahnenabordnungen der Nachbarwehren aus Brünnstadt, Lülsfeld und Schallfeld waren zur Segnung gekommen.
Viel Eigenleistung beim Umbau
Eine längere Suche war der Anschaffung vorausgegangen. 2025 wurde die Wehr schließlich in Berenbostel bei Hannover fündig. Im vergangenen Oktober traf dann das gebrauchte Löschgruppenfahrzeug in Frankenwinheim ein. Danach packten die Feuerwehrleute selbst mit an: Das Fahrzeug wurde für die örtlichen Anforderungen umgebaut, neu beschriftet und entsprechend ausgestattet.
Kommandant Kevin Gambel erläuterte den Festgästen die Technik. Das LF 8/6 auf MAN-Fahrgestell verfügt unter anderem über einen 600-Liter-Wassertank mit Schnellangriff, eine Heckpumpe und eine zusätzliche Tragkraftspritze. Damit ist die Wehr für künftige Einsätze deutlich besser gerüstet.
Investition in die Sicherheit
Bürgermeisterin Juliane Böhm würdigte besonders die Eigenleistung der Feuerwehr. „Mit diesem Fahrzeug haben wir sinnvoll und wirtschaftlich in die Sicherheit unserer Gemeinde investiert. Mein Dank gilt allen, die bei der Beschaffung und beim Umbau mit angepackt haben. Ich wünsche unserer Feuerwehr allzeit sichere Einsätze und vor allem eine gesunde Rückkehr“, sagte Böhm.
Kreisbrandrat Alexander Bönig hob in seiner Ansprache die Bedeutung gut ausgestatteter und engagierter "Freiwilliger Feuerwehren" für den ländlichen Raum besonders hervor. Weinprinzessin Marilina Walter überbrachte ebenfalls charmant ein Grußwort.
Blasmusik, Geselligkeit und Fahrten mit dem Feuerwehrauto
Nach dem offiziellen Teil sorgten die Rosenberg-Musikanten bis in die Abendstunden für gute Unterhaltung. Das 34. Lindenfest bot wieder eine schöne Gelegenheit, gemeinsam einige gemütliche Stunden zu verbringen, Freunde und Bekannte zu treffen, das angebotene kulinarische Angebot zu genießen und dabei auch noch die Verbundenheit mit der Freiwilligen Feuerwehr Frankenwinheim zum Ausdruck zu bringen. Für die Kinder waren natürlich die Fahrten mit dem Feuerwehrauto ein besonderer Höhepunkt. Wieder ein wunderschönes Fest!
Fotos: EW
Wir sind Franken(winheim).
Das fränkische Weindorf zwischen Mainschleife und Steigerwald