Wir sind Franken(winheim).
– Das fränkische Weindorf zwischen Mainschleife und Steigerwald –
Zur traditionellen Friedhofsandacht an Allerheiligen versammelten sich die Gläubigen auf dem Frankenwinheimer Friedhof, um ihrer Verstorbenen zu gedenken. Die Rosenbergmusikanten begleiteten die Feier mit Chorälen.
Erinnerungen bleiben lebendig
Zu Beginn erinnerte Hans Ebert daran, wie unterschiedlich die Gedanken und Gefühle beim Besuch eines Grabes sein können. Neben Dankbarkeit und schönen Erinnerungen hätten auch Trauer und schmerzliche Erfahrungen ihren Platz. Der Friedhof sei ein Ort, an dem sich die Menschen ihren Verstorbenen besonders nahe fühlen könnten.
Während der Andacht ging Herr Ebert auf die brennenden Kerzen an den Gräbern ein. Sie seien Zeichen der Hoffnung und der Auferstehung Jesu Christi. Dabei erinnerte er auch an den heiligen Franz von Assisi, dessen 800. Todestag in diesem Jahr begangen wurde.
Acht Verstorbene seit Allerheiligen 2025
Im Mittelpunkt der Andacht stand das namentliche Gedenken an die acht Menschen, die seit dem vergangenen Allerheiligentag verstorben sind:
Ingeborg Schneider, verstorben am 30. November 2025 im Alter von 84 Jahren
Thomas Götz, verstorben am 12. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren
Hildegard Sperling, verstorben am 3. Februar 2026 im Alter von 94 Jahren
Josef Thein, verstorben am 31. März 2026 im Alter von 83 Jahren
Theresia Glaab, verstorben am 12. Juni 2026 im Alter von 91 Jahren
Helmut Barthelme, verstorben am 1. Juli 2026 im Alter von 70 Jahren
Alexandra Detsch, verstorben am 24. September 2026 im Alter von 51 Jahren
Anneliese Barthel, verstorben am 26. Oktober 2026 im Alter von 73 Jahren
Nach dem Totengedenken wurden die Gräber mit Weihwasser besprengt. In den von Bettina Roth vorgetragenen Fürbitten wurde besonders für die Verstorbenen, für einsame Menschen und für jene gebetet, die schwer am Verlust eines Angehörigen tragen.
Gespräche beim Friedhofskaffee
Nach der Andacht lud das Gemeindeteam wie bereits im vergangenen Jahr zu Kaffee, Tee und Gebäck in die Aussegnungshalle ein. Viele nutzten die Gelegenheit, Bekannte zu treffen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Fotos: EW
Im Steigerwaldzentrum in Handthal wurden drei verdiente Kommunalpolitiker aus Frankenwinheim (Sieglinde Fackelmann, Martin Förster und Christian Gunkel) für ihr langjähriges kommunales Engagement ausgezeichnet. Landrat Florian Töpper würdigte ihre Verdienste und überreichte die von Innenminister Joachim Herrmann unterzeichneten Ehrenurkunden des Freistaates Bayern. Die 1. Bürgermeisterin Juliane Böhm überbrachte die Glückwünsche und den Dank der Gemeinde. Die Ehrung unterstreicht die Bedeutung des kommunalpolitischen Engagements für die Gemeinschaft. Bei einem gemeinsamen Essen und Gesprächen klang die Feierstunde aus.
Fotos/Text: JB
Nervöse Feuerwehrleute und zufriedene Prüfer in Frankenwinheim
Die Anspannung war ihnen anzusehen. Besonders Hannes Bauer und Jens Göbel dürften am späten Samstagnachmittag etwas mehr Herzklopfen gehabt haben als ihre Kameraden. Für die beiden war es die erste Leistungsprüfung bei der Freiwilligen Feuerwehr Frankenwinheim. Und vor den Augen der Schiedsrichter und zahlreicher Zuschauer sollte natürlich möglichst nichts schiefgehen.
Jeder Handgriff musste sitzen
Neun Feuerwehrleute stellten sich der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“. Dabei musste unter Zeitvorgabe ein kompletter Löschangriff aufgebaut werden. Schläuche ausrollen, Wasserversorgung herstellen, Strahlrohre vornehmen und das alles möglichst schnell und fehlerfrei. Auch die Zusammenarbeit zwischen Gruppenführer, Maschinist und den einzelnen Trupps wurde genau beobachtet.
Neun Übungsabende hatten die Aktiven zuvor mit ihren Ausbildern Kevin Gambel, Marcel Plettner und Björn Vollmuth verbracht. Schließlich standen neben dem Löschaufbau je nach Leistungsstufe auch Fragen zu Feuerwehrgeräten sowie Knoten und Stiche auf dem Prüfungsprogramm.
Erleichterung nach bestandener Prüfung
Die Schiedsrichter Martin Zink und Sebastian Heim, beide Kreisbrandmeister, sowie Andreas Kempf schauten genau hin. Mit ihrer freundlichen, aber bestimmten Art gelang es ihnen jedoch, den Prüflingen einen Teil der Nervosität zu nehmen.
Am Ende konnten alle neun Feuerwehrleute aufatmen: Prüfung bestanden! Die Schiedsrichter lobten die saubere und konzentrierte Arbeit der Gruppe. Von den zahlreichen Zuschauern gab es dafür kräftigen Applaus.
„Alle waren sehr aufgeregt, besonders die zwei Feuerwehrleute, die zum ersten Mal dabei waren“, berichtete Kommandant Kevin Gambel. Er freute sich über das gute Abschneiden seiner Mannschaft. Die regelmäßige Übung der Grundlagen sei wichtig, damit im Ernstfall jeder seine Aufgabe kenne und sich auf seine Kameraden verlassen könne.
Auch Bürgermeisterin Juliane Böhm gratulierte den Feuerwehrleuten. Sie dankte ihnen für die vielen Stunden, die sie ehrenamtlich für die Sicherheit der Bevölkerung aufbringen. „Ihr seid bestens vorbereitet. Wir können uns auf euch im Ernstfall verlassen!“, sagte sie. Anschließend ließen die Feuerwehrleute den ereignisreichen Tag in geselliger Runde ausklingen.
Die Leistungsabzeichen im Einzelnen:
Stufe 6 = Gold-Rot: Marcel Plettner
Stufe 4 = Gold-Blau: Manuel Zimmermann
Stufe 3 = Gold: Alexander Rudolph
Stufe 2 = Silber: Jan Barthelme, Marius Niedermeyer und Leonie Sendner
Stufe 1 = Bronze: Hannes Bauer und Jens Göbel
Fotos: EW
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